Reifen vor der Fahrt in den Urlaub checken

Vor der Fahrt in den Urlaub sollten Autofahrer die Reifen ihres Fahrzeugs einmal mehr gründlich prüfen. Wer noch mit Winterreifen fährt, sollte aus Sicherheitsgründen spätestens jetzt umrüsten. Darauf weisen die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung und der DVR Deutscher Verkehrssicherheitsrat hin.

Für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist es wichtig, in der warmen Jahreszeit mit Sommerreifen unterwegs zu sein, denn Ganzjahres- oder gar Winterreifen sind den hohen Temperaturen nicht gewachsen. Die Konsequenz: schlechte Fahrstabilität, wenig Bodenhaftung, erhöhte Gefahr von Aquaplaning, ein längerer Bremsweg und ein höherer Spritverbrauch.

Darüber hinaus empfiehlt die GTÜ, einen kurzen 5-Punkte-Reifencheck durchzuführen:

1. Luftdruck

Zu wenig Luftdruck bedeutet weniger Fahrstabilität, höheren Verschleiß, einen längeren Bremsweg und im schlimmsten Fall einen geplatzten Reifen. Der optimale Luftdruck sollte immer dem vom Hersteller empfohlenen Luftdruck bei voller Belastung entsprechen und am höchstens handwarmen Reifen gemessen werden.

Durch eine schnelle Autobahnfahrt kann sich der Reifen erhitzen. Dadurch steigt der Innendruck. An heißen Reifen soll die Luft nicht abgelassen werden, weil nach dem Abkühlen der Druck dann gefährlich niedrig werden kann. Die Empfehlung des Herstellers ist meist im Tankdeckel, am Türholm oder in der Betriebsanleitung zu finden. Ein optimaler Luftdruck senkt den Kraftstoffverbrauch zudem um bis zu drei Prozent.

2. Profiltiefe

Sommerreifen sollten mindestens eine Profiltiefe von drei Millimetern haben, denn je weniger Profil ein Reifen hat, desto höher wird die Aquaplaninggefahr. Während ein Sommerreifen mit drei Millimetern Profiltiefe bei 100 Kilometern pro Stunde auf Nässe noch ein wenig Kontakt zur Fahrbahn hat, können Reifen mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern aufschwimmen, das Auto wäre dann vom Fahrer nicht mehr zu kontrollieren.

3. Schäden, Risse, Beulen

Die Reifen sollten regelmäßig auf Risse, Einfahrschäden und Beulen kontrolliert werden. Viele Schäden sind jedoch auf den ersten Blick nicht erkennbar. Wer deshalb unsicher ist oder kürzlich eine Bordsteinkante oder ein Schlagloch unsanft mitgenommen hat, sollte spätestens nach der langen Reise den Experten prüfen lassen, ob mit den Reifen alles im grünen Bereich ist. Sonst können Unwuchten entstehen, die zu einem Reifenplatzer führen können.

4. Reifenalter

Reifen, die älter als fünf Jahre sind, sollten häufiger auf Schäden überprüft werden, denn hier wird das Gummi spröde und das Ausfallrisiko steigt. Nach acht Jahren sollte ein Reifen aus Sicherheitsgründen in jedem Fall erneuert werden.

5. Ersatzrad

Das fünfte Rad am Wagen sollte beim Check nicht vergessen werden, denn ein Nagel hat sich schnell eingefahren oder ein Reifen platzt, weil ein Schaden unentdeckt geblieben ist. Wer dann ein gut gewartetes Ersatzrad dabei hat, kommt damit sicher bis zum nächsten Reifenfachhandel. Wer auf das Ersatzrad verzichten will, sollte ein funktionsfähiges Reifenpannenset mitführen, mit dem er aber nur bis zur nächsten Werkstatt fahren sollte. Die schmalen Notreifen sind für eine Geschwindigkeit von maximal 80 km/h und für eine Strecke von höchstens 80 km ausgelegt.

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